Mamasein: 5 Dinge, die ich nie tun wollte

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Bevor man sein Baby bekommt, beobachtet man anderer Mütter irgendwie genauer, man liest einiges, informiert sich und macht sich Pläne, was man wie machen möchte, wenn das Baby dann mal da ist – zumindest ich habe das gemacht.
Auf meiner mentalen Liste standen auch einige Dinge, die ich niemals tun wollte und dennoch habe ich sie getan oder tue ich sie regelmäßig, denn irgendwie ist die Theorie doch etwas ganz anderes, als die Praxis.
Heute möchte ich euch von fünf Dingen erzählen, die ich nie tun wollte und eben doch tue.

1. Das Kind immer in den Schlaf tragen:
Ich trage unseren Sohn immer in den Schlaf, wirklich jeden Schlaf, auch tagsüber. Wenn er müde wird, kommt er, seit er sechs Monate alt ist, in die Ergobaby und ich (oder mein Mann) tragen ihn durch die Wohnung, meist schläft er so nach fünf Minuten ein. Am Anfang hat man ihn nur ins Bett legen müssen, sobald er sich die Äuglein gerieben hat und er ist eingeschlafen, danach hat das Gleiche mit Stillen funktioniert, doch beides klappt nicht mehr (und stillen tue ich sowieso nicht mehr), deshalb ist das der einfachste Weg für uns. Ich möchte nicht stundenlang neben ihm sitzen oder liegen, bis er eingeschlafen ist und davor womöglich noch einige Tränen vergießen muss. Deshalb tragen wir (noch), auch wenn ich dachte, das würde ich nie tun.

2. Dem Kind im Laden etwas geben, dass es will, wenn es Theater macht:
Ganz klar, das tue ich nicht! Habe ich zumindest gedacht… .
Doch letzte Woche war es so weit, ich laufe mit ihm in den Laden, er sieht Brezeln beim Bäcker und fängt an zu schreien, darauf zu deuten und zu weinen. Ich kaufe ihm eine Brezel, weil ich keine Lust auf Theater habe und gehe somit mal wieder den einfacheren Weg. Noch möchte er nur eine Brezel haben, noch ist er ja nicht einmal eins, doch wenn er dann mal Süßigkeiten möchte, dann bleibe ich standhaft. Ganz sicher.

3. Über die Erziehungsmethoden anderer Mütter urteilen:
Ich bin „vom Fach“ und weiß, dass es tausend verschiedene pädagogische Ansichten gibt, die alle ihre Vor- und Nachteile haben und die meisten sind auf ihre Art und Weise richtig. Bevor ich Mutter war, habe ich mir fest vorgenommen, nicht über andere Mütter zu urteilen, sondern mir immer wieder zu sagen, dass sie es eben so machen wollen und dass dies der richtige Weg für sie ist. Doch seit ich Mutter bin, schleichen sich immer wieder gegenteilige Gedanken in meinen Kopf. Bitte versteh mich nicht falsch, ich gehe nicht zu den Leuten und teile ihnen ungefragt meine Meinung mit, aber bei mir denke ich doch ab und an, dass ich das anders machen würde oder dass das nicht richtig sein kann. Wahrscheinlich liegt das in unserer Natur, vielleicht kann ich so auch mitnehmen, wie ich mein Kind erziehen möchte, dennoch würde ich öfter denken (und auch sagen): DU BIST EINE FANTASTISCHE MUTTER, du machst alles richtig – im Übrigen auch zu mir selbst.

4. Einen Kindersitz für fast 500€ kaufen:
Hätte mir mal jemand gesagt, dass Kindersitze so teuer sind, hätte ich das nie geglaubt und nicht gedacht, dass wir uns so etwas anschaffen würden. Dennoch wollte ich einen Reboarder, Sicherheit hat höchste Priorität bei einer solchen Anschaffung für mich, und die kosten eben. Ich würde sogar weit mehr bezahlen, wenn ich wüsste, dass mein Kind damit so sicher, wie möglich, fährt.

5. Meinem Mann sagen, wie er etwas tun soll:
Mein Mann hat eine ganz andere Art mit unserem Sohn umzugehen, sie machen mehr Quatsch, spielen anders zusammen und verbringen dann eben auch den ganzen Tag anders, als ich es mit ihm tun würde. Das ist gut so und es sollte auch so bleiben, doch manchmal, da denke ich, er könnte Dinge ander- oder besser- machen (und damit meine ich nicht Dinge, die er lernen musste, sondern Sachen wie trösten, etc.) und tue meine Meinung kund. Das ist eigentlich nicht nötig, er macht das schon, doch manchmal kann mein Mutterherz das einfach nicht akzeptieren.

 

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